Saint-Vith (Sankt Vith) 4780

Hygieneinspektion greift auch bei Corona-Fällen in Betrieben ein

Im Januar schloss die Hygieneinspektion der Deutschsprachigen Gemeinschaft das Königliche Athenäum in St. Vith nach einem Corona-Ausbruch. Doch nicht nur die Schulen unterliegen dieser Aufsicht, auch bei Corona-Clustern in Betrieben greift die Hygieneinspektion ein. Das hat nun das Beispiel eines Zerlegebetriebs aus St. Vith gezeigt.

In der Karwoche waren positive Fälle beim Fleischzerlegebetrieb P&M in St. Vith aufgetreten. Nach Bekanntwerden nahm die Hygieneinspektion der Deutschsprachigen Gemeinschaft Kontakt mit dem Betrieb auf. "Wir haben eine Reihentestung durchgeführt, sowohl im Betrieb selbst, als auch in dem in der Nähe liegenden Schlachthof, und in einer Metzgerei, die in Bütgenbach von dem gleichen Unternehmen betrieben wird", erklärt Norbert Heukemes. Der Generalsekretär des Ministeriums und Vertreter der Hygieneinspektion betont, dass die verschiedenen Standorte in Kontakt zueinander stehen. Deshalb sei es folgerichtig gewesen, eine vollständige Testreihe durchzuführen. "Es gab keinen konkreten Anlass das zu machen, es war reine Vorsicht. In einem solchen Fall ist es besser einen Test mehr als einen zu wenig auszuführen." In Kooperation mit dem Labor des St. Vither Krankenhauses wurde eine erste Testreihe durchgeführt. "Es sind rund 70 Tests im Rahmen des Cluster-Managements durchgeführt worden. Insgesamt haben wir rund 20 Positive feststellen können - aber das war in einem einzigen Betrieb." Alleine der Zerlegebetrieb war von dem Corona-Ausbruch betroffen. Und einzig dieser Betrieb musste die Konsequenzen tragen. "Aufgrund der Testresultate haben wir dann den Betrieb ab Karsamstag praktisch schließen müssen, denn das Cluster konzentrierte sich auf die Zerlegeabteilung des Betriebs", erklärt Heukemes. "Wir haben also eigentlich die Arbeitsmethoden angewandt, die in einem solchen Fall anzuwenden sind. Der Betrieb hatte auch die Auflage, den ganzen Betrieb zu desinfizieren, was auch geschehen ist." Eine zweite Testreihe ergab weitere wenige positive Fälle. Die wurden isoliert, Risikokontakte in Quarantäne versetzt. Seit Montag darf der Betrieb wieder öffnen. Laut Norbert Heukemes zeigt das Beispiel von P&M, dass die Zusammenarbeit mit betroffenen Betrieben schnell und unkompliziert verläuft. "Wir hatten immer eine gute Zusammenarbeit mit den Betrieben, mit denen wir im Rahmen des Cluster-Managements in Kontakt waren. Das ist ja auch verständlich, denn die Betriebe selbst haben ein großes Interesse daran, dass die Situation so schnell wie möglich wieder ins Lot kommt." Im Rahmen der Quarantänekontrollen hat die Polizei über Maßnahmen und Vorschriften aufgeklärt. Dass in Zukunft also alles im Lot bleibt, dafür trägt jeder, und somit auch die Betriebe, eine Verantwortung.

Retrouvez l'article original sur BRF