Eupen 4700

Flutkatastrophe: Rotes Kreuz Eupen übernimmt Spendendatenbank des ÖSHZ

Das Schicksal von Heidi Krasel ist nur eines von vielen Menschen, die hart von der Flut getroffen waren und es noch immer sind. In diesen durchnassen Häusern ist im Moment erst gar nicht daran zu denken, neues Möbel aufzustellen. Und so kommt es, dass viele Sachspenden beim Roten Kreuz einfach nicht abgeholt werden. Doch der Bedarf werde wieder steigen, sind sich die Verantwortlichen sicher.

Ab Oktober übernimmt das Rote Kreuz Eupen die Koordination der Hilfsgüter und Hilfsangebote für die Flutopfer. Bislang hatte das Öffentliche Sozialhilfezentrum Eupen (ÖSHZ) Angebot und Nachfrage koordiniert. Mit dem Wechsel ändert sich für Hilfesuchende oder Spender so gut wie nichts. Lediglich der administrative Umweg über das ÖSHZ fällt weg. Seit Beginn der Flutkatastrophe gingen rund 4.300 Materialspenden bei dem Roten Kreuz ein, rund 570 Anfragen wurden registriert. 70 Hilfsanfragen konnte bislang noch nicht nachgekommen werden. Neben materiellen Dingen war auch reine Arbeitskraft viel gefragt: So gab es 550 Angebote für Aufräumarbeiten und andere Hilfestellungen. [caption id="" align="aligncenter" width="590"] Flutkatastrophe: Rotes Kreuz Eupen übernimmt Spendendatenbank des ÖSHZ (Bild: Simonne Doepgen/BRF)[/caption] Aktuell ist das Angebot an Materialspenden größer als der eigentliche Bedarf. ÖSHZ und Rotes Kreuz gehen jedoch davon aus, dass in sechs bis zwölf Monaten die Nachfrage wieder steigen wird. Schließlich sind aktuell 61 Häuser in Eupen unbewohnbar. Sobald die Menschen zurückkehren können, werde es wieder Bedarf geben. Wer von der Flut betroffen ist, kann noch bis Ende September beim ÖSHZ einen Antrag auf finanzielle Hilfe stellen. In Bezug auf Wohnungs- und Energiefragen steht das ÖSHZ weiterhin allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Hier geht's zur Spendendatenbank: oshz-eupen.be.

Retrouvez l'article original sur BRF