Eupen 4700

Eupener Tierheim bangt ums Überleben

Lange Spaziergänge mit dem Hund an der frischen Luft oder mit dem schnurrenden Kätzchen den Abend auf dem Sofa verbringen: Das Leben mit einem Haustier hat viele Vorteile. Es kommt jedoch vor, dass Besitzer sich nicht mehr richtig kümmern können. Dann wird ein Tierheim zu Hilfe gerufen. Das Tierheim in Eupen hilft gerne, doch es steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

Der Hund ist der beste Freund des Menschen - dem werden wohl viele Tierfreunde zustimmen. Doch manchmal ist das Zusammenleben getrübt und Haustiere finden ein neues Zuhause im Tierheim. Michel Matagne ist Präsident des Tierheims in Eupen. Er erklärt, was die Mitarbeiter leisten: "Das ist die Aufnahme von Tieren, die ausgesetzt oder zur Adoption freigegeben werden: Hunde, Katzen oder andere Tiere. Wir arbeiten eng mit der Hundeschule Kelmis zusammen, um die Tiere zu resozialisieren". Hundepsychologen versuchen, den Hunden zu helfen, die Verhaltensprobleme haben. Zahlreiche Katzen werden gesund gepflegt und bei Bedarf unter Quarantäne gestellt. "Wir nehmen Katzen aus der ganzen DG und den umliegenden Gemeinden auf - auch streunende Katzen, sogenannte Wildkatzen. Das Gesetz sieht vor, dass diese Katzen sterilisiert werden müssen", erklärt Matagne. Die Ehrenamtlichen und die Festangestellten verrichten wertvolle Arbeit. Trotz der Spendeneinnahmen fehlt das Geld, um langfristig planen zu können. Michel Matagne appelliert an die Gemeinden und hofft auf "eine bessere Zusammenarbeit und eine bessere Finanzierung vonseiten der Gemeinden, so wie alle anderen Tierheime es schon bekommen haben". "Das heißt, wir wünschen uns einen Pauschalpreis pro Einwohner, weil ansonsten können wir nicht überleben. Wir müssen damit rechnen, wenn nichts geschieht, dass wir binnen drei bis fünf Jahre schließen müssen." [caption id="" align="aligncenter" width="590"] Michel Matagne, Präsident des Eupener Tierheims (Bild: Chantal Scheuren/BRF)[/caption] Einige Käfigeinheiten sind mit Unterhaltsmaterial vollgestellt. Gäbe es einen Schuppen für das Material, bliebe mehr Platz für die Tiere. Doch das Platzproblem ist nur eins von vielen. "Das Gebäude besteht jetzt schon seit 21 Jahren und ist veraltet. Wir bräuchten eine neue Heizung und mehr Subventionen, um das Personal zu bezahlen. Ohne Personal ist es einfach nicht möglich." Ein Treffen mit den Gemeinden, in denen das Tierheim tätig ist, wurde coronabedingt abgesagt. Michel Matagne hofft, dass es bald nachgeholt wird und das Tierheim dann positiver in die Zukunft schauen kann.

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