Eupen 4700

EGMV stellt sich in der Kommunikation breiter auf: 55. Jahresschrift erschienen

Das grüne Vermächtnis von Bürgermeister Theodor Mooren, die Herrlichkeiten in der Bank Walhorn oder die Auswirkungen der Französischen Revolution: Die 55. Jahresschrift des Eupener Geschichts- und Museumsvereins bietet wieder ein breites Spektrum von geschichtlichen Themen aus Eupen und Umgebung. Aber auch in Sachen Kommunikation hat sich der EGMV breiter aufgestellt.

Es ist Max Klasen anzumerken, dass ihm die Geschichte von Eupen am Herzen liegt, dabei sei er eigentlich gar kein Eupener, sagt er, sondern stamme aus Aachen. Dem Eupener Geschichts- und Museumsverein ist der Architekt vor ein paar Jahren beigetreten und inzwischen ist er dessen Vorsitzender - mit neuen Impulsen. "Wir haben ein Projekt aufgelegt: Der EGMV geht digital. Wir sind also praktisch mehrfach aufgestellt", erklärt Max Klasen. "Wir haben unter unseren Mitgliedern ja auch noch ältere Leute, die möchten ihr Mitteilungsblatt auch auf postalischem Weg erhalten. Es besteht aber jetzt auch die Möglichkeit, Mitteilungen über unseren Newsletter zu empfangen. Wir wollen unseren Erfahrungsschatz allen Interessierten zugänglich machen." Und zwar über die neue Webseite geschichtsverein-eupen.be.

Neue Webseite

"Wir haben sie aufgebaut mit Informationen über unseren Verein. Sie informiert aber auch über unsere Projekte, über unsere Sammlung und Veröffentlichungen. Dazu haben wir Platzhalter eingestellt. Dort wird der Nutzer in Zukunft einiges erfahren, vor allem über die Bibliothek." Ganz klassisch, in Druckform, ist nun Band 55 von "Geschichtliches Eupen" erschienen, mit Themen wie dem über den bekannten früheren Eupener Bürgermeister Theodor Mooren. "Catherine Weishaupt knüpft mit ihrem Aufsatz an sein grünes Vermächtnis an und die Wechselausstellung im Stadtmuseum. Die Ausstellung ist auch noch bis nächste Woche fassbar und greifbar." Genau gesagt: bis zum 15. August. Ein längerer Beitrag der Jahresschrift befasst sich in Wort und Bild mit den "Eupener Straßen im Wandel der Zeiten". "Das ist auch ein interessantes Thema. Unser Ehrenpräsident Heinz Godesar hat die vor einigen Jahren geschriebene Artikelserie 'Eupen früher und heute' aufgegriffen und für das Jahrbuch überarbeitet zu einem Streifzug von der Klosterstraße über die Klötzerbahn zum Werthplatz und weiter zu den Ufern von Weser und Hill, durch die Haasstraße bis zum Schilsweg. Tragisch ist, dass die Flutkatastrophe Eupens Unterstadt derart getroffen hat, dass darüber ein völlig neues Kapitel geschrieben werden muss."

Lambertusroute auf der Zielgeraden

Neben den geschichtlichen Aufsätzen sind auch wieder einige Beiträge in Eupener Mundart dabei. Und die Ankündigung im Vorwort, dass sich ein längerfristiges Projekt in Zusammenarbeit mit dem Tourist-Info, dem Rat für Stadtmarketing und der Stadt Eupen Form annimmt: ein vier Kilometer langer Rundweg, der ausgehend vom Stadtmuseum zu Eupener Baudenkmälern führt, ein Thema, das dem Architekten Max Klasen besonders am Herzen liegt. "Ja, die Lambertusroute geht sozusagen auf die Zielgerade. Fertigstellung und Druck der Broschüre mit Stadtplan ist voraussichtlich Ende September oder Oktober." Bis dahin sind auch die Lambertusnägel zur Orientierung in den Bürgersteig eingelassen. Neben den digitalen Formaten und der Jahresschrift des EGMV also noch eine Möglichkeit, mehr über Eupens Geschichte zu erfahren.

Retrouvez l'article original sur BRF