Eupen 4700

„Highway to Hell“ bald Geschichte

Jeder, der schon einmal in die deutsche Eifel in Richtung Monschau gefahren ist, kennt sie und hasst sie: die Monschauer Straße. Ihr katastrophaler Zustand lässt Autofahrer schon seit vielen Jahren immer wieder fluchen. Der obere Straßenabschnitt zwischen dem Naturzentrum Ternell und Mützenich ist bereits erneuert worden. Jetzt ist der zweite Straßenabschnitt an der Reihe.

Es ist das Ende des "Highway to Hell": Die Rüttelstrecke Monschauerstraße wird schon bald der Vergangenheit angehören. Autofahrer können aufatmen, am Montag wurde mit den Arbeiten begonnen. Der fünf Kilometer lange Straßenabschnitt soll bis Ende Juni fertig gestellt sein. Währenddessen wird die Straße komplett gesperrt, auch an den Wochenenden. Das Naturparkzentrum Ternell kann erreicht werden, von Eupen aus allerdings nur über eine Umleitung. "Einerseits freuen wir uns, dass der 'Highway to Hell' so langsam Geschichte wird. Andererseits haben wir jetzt in den nächsten Monaten natürlich auch mit einigen Unannehmlichkeiten zu kämpfen. Alle Touristen, die gerne nach Ternell kommen, müssen darüber informiert werden, dass Ternell nicht direkt aus Eupen erreichbar ist", sagt Christian Lesuisse, Direktor des Naturzentrums Ternell. Für seine deutschen Kunden ändert sich nichts. Sie erreichen Ternell nach wie vor. Wer aus Eupen kommt, muss jetzt mehr Zeit einrechnen. Um genau zu sein, braucht man circa 50 Minuten. Denn die Umleitung führt über Mont Rigi, Sourbrodt, Elsenborn, Kalterherberg und Monschau. Ist die neue Straße dann im Juni endlich fertig, bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht Eupens neue Rennstrecke wird. "Das ist durchaus eine Befürchtung, die man haben kann. Seitdem die Bäume weg sind, sieht man die gerade Linie der Straße auch besser und das verleitet den ein oder anderen sicher zu überhöhter Geschwindigkeit. Es wäre vielleicht sinnvoll, die ein oder andere Begrenzung einzubauen", findet Lesuisse. Bis es so weit ist und über Geschwindigkeitsbegrenzungen nachgedacht werden kann, werden jetzt erstmal Randsteine und Betonplatten entfernt, das Straßenfundament ausgebessert und der Straßenbelag erneuert.

Retrouvez l'article original sur BRF