Eupen 4700

Exil und kulturelle Vielfalt: Bérénice-Filmtage im Alten Schlachthof

Die Themen Exil und kulturelle Vielfalt stehen am Wochenende bei den Bérénice-Filmtagen im Alten Schlachthof im Vordergrund. Chudoscnik Sunergia, Miteinander Teilen und Info-Integration arbeiten bei dem Projekt zusammen und zeigen zwei Filme, die sich mit den Themen Flucht, Minderheiten und Hoffnung auseinandersetzen.

"Heimat am Rande" so heißt der Film des Regisseurs Wisam Zureik. Er ist Palästinenser und in Israel geboren. Mit 19 Jahren kam er nach Deutschland, um dort Mediendesign zu studieren. Seitdem arbeitet er als selbstständiger Filmemacher. Für seinen neuesten Dokumentarfilm, der bereits sein vierter ist, reiste er zurück in seine Heimat. "In dem Film geht es um drei Palästinenser, die in Israel leben und ich möchte den Alltag dieser Personen zeigen", erklärt Zureik. "Das Oberthema ist die Diskriminierung und der Rassismus in Israel gegen die palästinensische Minderheit." "Die Arbeit war sehr intensiv und spannend. Ich kann mich noch an den ersten Abend erinnern. Das war sehr hart, da konnten der Kameramann und ich auch nicht schlafen. Danach lief es aber sehr gut, es war sehr anstrengend, aber auch erfolgreich." Sein Film wird am Sonntag im Alten Schlachthof gezeigt. Am Samstag steht ein anderer Film auf dem Programm, in dem es um die Geschichte eines irakischen Musikers geht. "Am Samstagabend zeigen wir den Film 'The Way Back' von Hussein Rassim", berichtet Konstanze Keller von Chudoscnik Sunergia. "Das ist ein irakischer Musiker, der 2014 nach Belgien geflüchtet ist. Er hat dann mit einem belgischen Filmteam seinen Weg zurück in die Heimat noch einmal beleuchtet." Anschließend findet noch ein Konzert des Hauptdarstellers statt. Nach beiden Filmen können sich die Zuschauer am Samstag noch mit Hussein Rassim und am Sonntag mit Regisseur Wisam Zureik austauschen. Karten für die Veranstaltung sind im Vorverkauf aber auch noch an der Abendkasse erhältlich. [caption id="" align="aligncenter" width="590"] Regisseur Wisam Zureik (Bild: Lena Orban/BRF)[/caption]

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