Eupen 4700

Der Lütticher Provinzgouverneur Hervé Jamar lobt DG-Hilfeleistungszone

Als Chef der sechs Hilfeleistungszonen in der Provinz Lüttich hat Provinzgouverneur Hervé Jamar am Freitag die Hilfeleistungszone 6 besucht. Die Zone war am 2. Januar 2015 an den Start gegangen. Zuvor hatte es Widerstand und Kritik an der Zusammenlegung der Feuerwehren gegeben. Inzwischen scheint sich die Lage einigermaßen beruhigt zu haben.

Eupen war die vierte Station auf seiner Tournee durch die sechs Hilfeleistungszonen der Provinz Lüttich. Flächenmäßig ist die Zone, die das gesamte Territorium der DG umfasst, die größte in der Provinz. 333 Freiwillige Feuerwehrleute tun hier ihren Dienst, geleitet von drei Hauptamtlichen und drei Personalkräften in der Verwaltung. Drei Stunden lang ließ sich Hervé Jamar von den DG-Bürgermeistern und Fachleuten erläutern, wie es so läuft mit der Zone, welche Schwierigkeiten es gibt und vor welchen Herausforderungen man aktuell steht. Die Bilanz des Provinzgouverneurs fällt rundweg positiv aus. Sein Fazit sei eben deshalb so positiv, weil diese Zone nicht einfach zu händeln sei, vor allem wegen ihrer geographischen Größe, die mehr als 20 Prozent der Provinz ausmache, aber auch wegen der mehr als 300 Freiwilligen Feuerwehrleute und der zahlreichen Feuerwehrkasernen. Er beobachte, dass sowohl die in der Verwaltung als auch die im funktionellen Bereich Tätigen sowie ihre Chefs einen tollen Job machten. Das werde er in seinem Bericht dem zuständigen Minister auch so übermitteln, sagte Jamar. Der Eupener Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg hatte zur Einsetzung der Hilfeleistungszone Anfang Januar 2015 noch betont, dass der Zusammenschluss vom Föderalstaat aufgezwungen wurde. Klinkenberg ist der Vorsitzende des Rates der Hilfeleistungszone 6, die er als Findelkind und nicht als Wunschkind bezeichnete. Dazu steht er auch heute noch, auch wenn er inzwischen pragmatisch nach vorne schaut: "Anfangs waren wir sehr skeptisch - das kann ich nur unterstreichen. Es war auch kein Wunschkind, sondern eher ein Findelkind, wie ich damals auch gesagt habe. Aber  ok, wir sind jetzt zwei jahre weiter und wir müssen mit der Situation leben, un d wir leben gut mit der Situation. Ich muss auch danke sagen. Im ganzen Personal ist man doch zu einer Zone zusammengerückt, auch wenn es da links und rechts noch Anpassungsschwierigkeiten gibt." Zonenkommandant ist der St. Vither Feuerwehrchef Holger Pip, der den in den Ruhestand getretenen Claudy Marchal in dieser Funktion beerbt hat. Auch er sieht kleine Fortschritte und ein gutes Miteinander der Partner aus den neun Kommunen. Dass Innenminister Jan Jambom noch vor kurzem die Management-Qualitäten von Feuerwehrchefs kritisiert hatte, kann Holger Pip nicht weiter erschüttern. Zudem sieht er sich und seine Mitstreiter durch das Lob Jamars, man mache in der DG hervorragende sachkompetente Arbeit, unterstützt. Der Provinzgouverneur fuhr nach dem informativen Austausch während eines ganzen Vormittags mit dem Eindruck zurück nach Lüttich, dass die Hilfeleistungszone 6 nicht nur die flächenmäßig größte, sondern wohl auch eine der unkompliziertesten ist. Nicht zuletzt, weil die Bürgermeister und Kommandanten auf dem kurzen Kommunikationsweg die meisten Probleme unbürokratisch lösen.

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