Bütgenbach 4750

Bütgenbacher Opposition: Trinkwasser bereitet weiter Probleme

Die Bütgenbacher Oppositionsfraktion "Gemeinsam für Alle" bleibt dabei: Es gibt in Elsenborn Stellen, an denen das Trinkwasser nicht in Ordnung ist. Zumindest da, wo noch alte Leitungsrohre liegen. Die Fraktion hat auf eigene Kosten Wasseranalysen durch ein anerkanntes Büro durchführen lassen.

Drei von fünf Proben wiesen einen deutlich überhöhten Bleigehalt auf. In einem Fall lag er um das 36-fache über dem Grenzwert. Ein Stück altes Leitungsrohr aus Elsenborn, das die Fraktion untersuchen ließ, weist in den verkrusteten Ablagerungen ebenfalls hohe Bleiwerte auf. "Einziger Lösungsvorschlag kann sein, diese alten Leitungen in Elsenborn schnellstmöglich zu ersetzen", schlussfolgert Fraktionssprecher Elmar Heindrichs. "Das kann man nicht in einem Mehrjahresplan machen, das muss wirklich dringend gemacht werden. Ansonsten muss die Gemeinde für andere Lösungen der Wasserverteilung in diesem Ortsteil sorgen." Die Fraktion "Gemeinsam für Alle" hat auch das Trinkwasser im Grenzort Küchelscheid analysieren lassen. Dort wurde ebenfalls in einer Probe ein überhöhter Bleigehalt festgestellt. Das habe vermutlich andere Ursachen als in Elsenborn. Eine Lösung für Küchelscheid sähe die Opposition im Anschluss an das deutsche Trinkwassernetz. Die Diskussion über das Trinkwasser in der Gemeinde Bütgenbach ist nicht neu. "Das dauert jetzt anderthalb Jahre, was mich sehr traurig macht", sagt Vivant-Mitglied Tony Brusselmans. "So kann es nicht weitergehen. Ich stelle mir wirklich die Frage, ob die Leute nicht krank werden, wenn sie dieses Wasser trinken." Brusselmans appelliert an Gesundheitsminister Antonios Antioniadis, einzugreifen.

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