Bütgenbach 4750

Bütgenbach: Gleiches Trinkwasser für alle

Die Grenzortschaften Küchelscheid und Leykaul werden an die Trinkwasseraufbereitungsanlage in Elsenborn angeschlossen. Das hat der Bütgenbacher Gemeinderat beschlossen. Aus Sicht der Mehrheit handelt es sich um die beste von fünf Varianten.

Seit Anfang des Jahres werden Küchelscheid und Leykaul mit Wasser versorgt, das vom Perlenbachverband in Deutschland aufbereitet wird. Die Oppositionsfraktion GFA hatte sich immer für diese naheliegende Lösung stark gemacht. Maurice Christen meinte, es sei den Bürgern nicht plausibel zu machen, dass sieben Kilometer Leitung verlegt werden müssen, um die beiden Ortschaften zu versorgen. Und man wisse nicht, was die eigenen Brunnen auf lange Sicht bringen werden. Die Mehrheit entschied sich aber für den Anschluss an die zentrale TWA. So würden alle Bürger in der Gemeinde mit dem gleichen Wasser versorgt. Dieser Argumentation folgte auch das fraktionslose Ratsmitglied José Heck. Die Kosten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro und liegen damit leicht höher als der auf 50 Jahre berechnete Ankauf von Wasser aus Deutschland. Die weiteren Varianten waren eine Versorgung über ein Wasserwerk Regenberg oder aber über Pannensterz mit oder ohne Nutzung des Bohrbrunnens Küchelscheid.

Gussleitungen werden ersetzt

Außerdem lässt die Gemeinde Bütgenbach alte Gussleitungen in den Ortschaften Elsenborn, Nidrum und Leykaul ersetzen. Insgesamt geht es um rund 14.000 laufende Meter. Die Kosten belaufen sich auf 4,7 Millionen Euro. Der Zeitpunkt wird noch festgelegt, in Absprache mit allen betroffenen Versorgungsdienstleistern (über die sogenannte "Plattform Verwaltung"). Davon hängt ab, wann mit den Arbeiten angefangen werden kann. Edgar Fink wollte wissen, ob Elsenborn vorrangig behandelt werde aufgrund der ungünstigen Wasseranalysen. Das konnte Wasserschöffe Paul Hermann aber noch nicht sagen, weil es eben davon abhänge, ob und wann Versorgungsdienstleister wie ORES, Proximus, SWDE oder AIDE Arbeiten vorsehen. So soll vermieden werden, dass Straßengräben für unterschiedliche Zwecke mehrfach aufgerissen werden. Es brächte darum nichts, mit einer Wunschliste aufzutreten, die dann nicht umgesetzt werden könne, sagte Bürgermeister Emil Dannemark. Für Edgar Fink muss die Gemeinde sagen, wo es lang geht. Hier sei man schon "proaktiv" vorgegangen, ergänzte Bauschöffe Charles Servaty.

Retrouvez l'article original sur BRF